Die Vitamin D bzw. Vitamin D3 Herstellung basiert auf zwei grundlegenden Verfahren. Zum einen aus dem Ausgangsstoff Lanolin, auch Wollwachs oder Wollfett genannt. Es ist in der Wolle von Schafen zu finden. Zum anderen basierend aus den Ausgangsrohstoffen Flechten oder Pilzen. 

Herstellung aus Lanolin (Vegetarisch)

Wollwachs bilden Schafe in Ihren Talgdrüsen. Grundsätzlich hat das Wollwachs die Funktion, die Schafe vor schlechter Witterung zu schützen und verstärkt zudem die wärmende Wirkung der Wolle im Winter.

Nach der Schafschur erhält man als Rohstoff die Wolle, die zunächst gewaschen wird. Schon bei der Wäsche kann der Schafschurwolle das Rohwollwachs bzw. Lanolin entzogen werden. Dieser Prozess des Auswachsens wird mehrfach wiederholt. Durch die Wiederholung findet gleichzeitig bereits ein Reinigungsprozess statt. Das Verfahren ist seit Jahrtausenden bekannt

Ebenso wie in der menschlichen Haut aus dem Cholesterin Cholecalciferol – jenes für über 3.000 Vorgänge im Organismus wichtige Vitamin D3 – synthetisiert wird, wird dieser natürliche identische Prozess bei der Gewinnung aus Lanolin eingesetzt.

So wie in der menschlichen Haut bei UV-B Bestrahlung Cholecalciferol gebildet wird, entsteht auch im Wollwachs durch die Bestrahlung mit UV-B Licht Cholecalciferol – der Prozess ist identisch und 100% natürlich.

Das Grundprinzip der Gewinnung ist bis heute unverändert und wird seit mehreren hundert Jahren praktiziert.

Herstellung aus Pilzen und Flechten (Vegan)

Insbesondere Veganer freuen sich über diese alternative Gewinnung aus Pilzen und Flechten.

Das Verfahren ist wesentlich aufwändiger und damit auch teurer als die Gewinnung aus Wollwachs.

Bei der Gewinnung von Vitamin D aus Pilzen und Flechten wird ebenfalls UVB Strahlung eingesetzt, jedoch ist die Ausbeute aus den pflanzlichen Quellen viel geringer.

Die Ausgangsstoffe müssen daher wesentlich länger bestrahlt werden und es entsteht zunächst nur Ergocalciferol, da die Pflanzen kein Cholesterin enthalten.

Das Ergocalciferol – Vitamin D2 – muss im Anschluss an diesen Prozess noch mithilfe von Enzymen in Vitamin D3 umgewandelt werden.

Es entstehen also durch den erhöhten Energieaufwand durch längere Bestrahlung mit UVB-Licht sowie durch die danach vorzunehmende Umwandlung in das vom Körper besser zu verwertende Vitamin D3  zusätzliche Kosten.

Was ist nun besser?

Das kann man so pauschal nicht festlegen.

Schafe werden in der Regel nicht in der Massentierhaltung in Ställen gehalten, sondern bewegen sich auf Wiesen und Weiden. Geschoren werden sie sowieso, oder verlieren ihre Wolle beim Fellwechsel.

Das Verfahren, um aus Lanolin Vitamin D3 zu gewinnen, ist wesentlich ressourcenschonender.

Das Verfahren um Vitamin D3 aus Lanolin zu gewinnen ist natürlich und entspricht weitgehend der Eigensynthese im menschlichen Körper. Es bietet zudem eine bessere Rohstoffausbeute.